Von Kopfgeburten ohne Gehirn

June 15th, 2005

Zur Zeit schaut es ja wohl nicht so aus, als wenn die SPD kräftig vor der Vereinigten Linken zittern müsste. Statt mit dem Klassenfeind, streiten die sich lieber miteinander. Da werden Gregor & Oskar sicher noch viel Spass haben in den nächsten Monaten – und Blogger so einiges zum Bloggen.

Das Problem ist, dass die Fusion von WASG und PDS ungefähr soviel Sinn macht, wie die meisten Fusionen grosser (Pseudo-) Shareholer-Value besessener Unternehmen: nämlich gar keinen. Es ist eine reine Kopfgeburt unter dem Motto: ihr habt Wähler im Osten, wir glauben Wähler im Westen zu haben und gemeisam haben wir Wähler überall ! Was wollen wir mehr ? Ein powerpoint-gestählter 24-jähriger Starconsultant bei McKinsey würde dies einen “No-Brainer” nennen – und hätte damit auf eine verquere Weise durchaus recht !?

Warum die ganze Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, bringt Lautgeben.de sehr schön auf den Punkt:

“Das eine sind Sozialromantiker – das andere aber Sozialismusromantiker.”

Und so wird auch diese sozialistische Fusion an dem scheitern, was auch die meisten kapitalistischen Fusionen scheitern lässt: daran, dass man die beteiligten Menschen dabei vollkommen vergisst…

Wahlkampf | Comments Jump to the top of this page

2 comments on “Von Kopfgeburten ohne Gehirn”

  1. 01

    Vielleicht landen die sogar noch unter 5 Prozent!

    fakten-fiktionen at June 19th, 2005 around 11:51
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  2. 02

    Man vergisst nicht die Menschen.
    Diese sind allerdings bloss die Arbeiterbienen.
    Imker wie Chirac und Schroeder, die wahren Heuschrecken des Mittelstands, und Blair, ein englischer Seeraeuber, der am Welthandel mit englischen Finanzdienstleistungen mitverdienen moechte, streiten sich wegen ihrer unterschiedlichen Eigeninteressen.
    An Fusionen verdienen Geldanleger, Banken und Anwaelte.
    Sind doch eigentlich auch Menschen !?
    Gruesse
    Konrad

    Konrad at June 21st, 2005 around 06:11
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