Mit Müntis Manifest auf zum letzten Gefecht !

May 26th, 2005

Nach der Sitzung des SPD-Parteivorstands hat gestern Münti ausführlich erklärt, worum es bei der noch gar nicht beschlossenen Wahl im Herbst gehen wird:

Es gehe um die Entscheidung zwischen Sozialer Marktwirtschaft oder einem Marktradikalismus, der sich gegen die Arbeitnehmer richtet.

Gut so, Franz. Das muss man mal ganz klar sagen ! Sonst kommt womöglich noch jemand auf die abstruse Idee, die CDU hätte die Soziale Marktwirtschaft erfunden !!

Nach dem das geklärt ist, machen sich die Genossen nun daran, all die cleveren, ab Herbst anstehenden Regierungsmaßnahmen – für die in den letzten sieben Jahren anscheinend irgendwie die Zeit fehlte – in ein Wahlprogramm zu giessen:

Franz Müntefering und Gerhard Schröder wurden beauftragt, ein Manifest als Wahlprogramm zu erarbeiten, dass am 4. Juli dem erweiterten Parteivorstand zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

Tja, das ist nur gerecht. Da hat man sich im Parteivorstand wohl gesagt: Gerd, Franz – ihr habt uns den Ärger mit den Wahlen eingebrockt, jetzt schreibt ihr auch das Programm. Allein. Basta.

So weit, so gut.

Aber eine Sache würde mich noch interessieren: Wer hat sich ausgedacht, dass das Ganze ein “Manifest” werden soll und was will er uns damit sagen ?

SPD, Wahlkampf | Comments Jump to the top of this page

7 comments on “Mit Müntis Manifest auf zum letzten Gefecht !”

  1. 01

    Egal was drin steht: Wer glaubt’s? Und: Kann man denen überhaupt irgend etwas glauben?

    Michael Schöfer at May 26th, 2005 around 01:12
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  2. 02

    Die Frage lautet für mich eher: meinen die das überhaupt ernst ?

    Bjoern at May 26th, 2005 around 01:39
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  3. 03

    Naja, immerhin schreiben die ein Programm. Ob man denen irgend etwas glauben soll, muß jeder für sich entscheiden. Die anderen wollen nur alles besser machen – ohne Programm. Auch sehr glaubhaft.

    Sacha at May 26th, 2005 around 03:04
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  4. 04

    Wozu ein Programm, wenn sich niemand daran hält? (vgl. Wahlprogramm 1998 und 2002 und die tatsächliche Politik)

    Michael Schöfer at May 26th, 2005 around 08:58
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  5. 05

    Tja, eines jeden Vokabular wird durch seine Umgebung geprägt.

    Was dem Münte sein Manifest, ist dem
    Ede seine durchrasste Gesellschaft und dem Friedrich seine Leitkultur.

    Pauhep at May 26th, 2005 around 12:42
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  6. 06

    Das wird dann ein ‘Manifest des Sozialen Neoliberalismus’, einer Asozialisierung ganzer Bevölkerungsschichten mit ‘humanem Anstrich’.

    Aber das werden die kopfpauschaligen, durchrassenden Leitkulturer noch ‘besser’ können…

    Boris at May 26th, 2005 around 12:51
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  7. 07

    Grosser Respekt !
    Gut beobachtet, gut zugehoert und einfach Klasse ! kommentiert.
    Am Anfang steht eben doch das Wort !
    Schade, dass Herr v. Goethe sich irrte.
    Gruesse
    Konrad

    Konrad at June 21st, 2005 around 08:11
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