Jamba Masche kindgerecht erklärt und kindisch kommentiert

December 14th, 2004

Haben Sie sich auch schon mal über die nervige Klingelton-Werbung geärgert, die heutzutage praktisch jeden Musiksender ungeniessbar macht ? Das wirklich Schlimme daran sind jedoch nicht besoffene Elche oder lila Nilpferde, die so ständig über den heimischen Bildschirm torkeln.

Viel schlimmer ist nämlich die Tatsache, dass diese Spots dem Zuschauer vorgaukeln, er könnte per SMS einen einzelnen Klingelton kaufen, während er in Wirklichkeit ein Abo mit einer monatlich fixen Gebühr bucht.

Wie dies genau abläuft kann man jetzt sehr ausführlich im Weblog Spreeblick nachlesen ! Und damit das alles von der Zielgruppe auch wirklich verstanden wird, wurde der Text vom Autor bewusst kindgerecht gehalten. Kleine Kostprobe…

Das bedeutet, dass ihr nicht einfach nur einen Klingelton kauft, wenn ihr die SMS an Jamba schickt, sondern dass ihr ein Abo kauft. Und auch wenn das da nicht so richtig steht, dann bedeutet das, dass ihr ein Abo für viele Monate kauft.

In dem Moment also, in dem ihr eure SMS abgeschickt habt, sagt ihr den Computern vom Marc, vom Oliver und vom Alexander, dass sie jetzt jeden Monat Geld von eurer Karte abbuchen dürfen. Und da ihr noch keine 18 Jahre alt seid, liebe Kinder, ist das meistens eine Prepaid-Karte. Für die man keine Rechnung bekommt.

Ihr kauft also euren Klingelton und der Marc, der Oliver und der Alexander buchen jeden Monat Geld von eurem Konto ab, ohne dass ihr so richtig wisst, was da passiert. Und im nächsten Monat machen sie das wieder. Und im übernächsten auch. Und im überübernächsten auch. Obwohl ihr nur einen Klingelton haben wolltet. ()

Prädikat: Sehr lesenswert !

Übrigens haben sich in den Kommentaren zu dem Artikel inzwischen auch ein paar “Jamba-Fans” eingefunden, die dieses Vorgehen vehement verteidigen. Zitat…

Wer zu blöd ist, sich AGBs durchzulesen und das gesprochene Wort MONATS ABO nicht versteht, ist es selber schuld und sollte eigentlich auch gar kein Handy haben dürfen.

Allerdings hat der Spreeblick-Blogger, ebenfalls in den Kommentaren, schnell klargestellt, dass alle positiven Äußerungen zu Jamba von einer einzigen IP-Nummer ausgehen, die einer Firma namens VeriSign gehört.

Und wen hat VeriSign wohl im Juni dieses Jahres übernommen ?

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