Auch der Secret Service liest Weblogs !

November 11th, 2004

Weblogs sind schon eine feine Sache. Mit ihnen kann man ohne großen Aufwand der eigenen Stimme weltweit Gehör verschaffen. Doch wenn sie dann tatsächlich gehört wird, kann dies dummerweise auch schnell mal unerwünschte Folgen haben.

Das bekam vorletzte Woche eine amerikanische Bloggerin namens Ann zu spüren. Sie hatte nach einer der Debatten im US-Wahlkampf in ihrem Weblog auf ironische Weise Zweifel daran aufkommen lassen, dass Bushs intellektuelle Fähigkeiten für das Amt des Präsidenten ausreichen – um es einmal bewusst vorsichtig auszurücken. Viele lasen es, man lachte gemeinsam darüber und das war’s. Dachte Ann. Aber so kann man sich irren !

Denn es scheint ein paar Leute gegeben zu haben, die sich darüber nicht so richtig amüsieren konnten und kurz danach passierte dies hier…

At 9:45 last night, the Secret Service showed up on my mother’s front door to talk to me about what I said about the President, as what I said could apparently be misconstrued as a threat to his life. After about ten minutes of talking to me and my family, they quickly came to the conclusion that I was not a threat to national security (mostly because we are the least threatening people in the entire world) and told me that they would not recommend that any further action be taken with my case.

However, I do now have a file with the FBI that includes my photograph, my e-mail address, and the location of my LJ. This will follow me around for the rest of my life, regardless of the fact that the Secret Service knows that I am not a threat.

Tja, und wie wir hierzulande all zu gut wissen, kann so eine Akte – ist sie erstmal angelegt – recht unangenehme Folgen haben. Vor allem dann, wenn man damit rechen muss, dass in den nächsten 4 Jahren der Unterschied zwischen FBI und Stasi zusehends kleiner wird…

(via The Inquirer)

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