US-Wahl als juristisches Großereignis

October 21st, 2004

Schon vor ein paar Wochen hatte ich kurz über die voraussehbaren Manipulationen bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA berichtet.

Nun behandelt ein Artikel bei Spiegel Online dieses Thema etwas ausführlicher – mit einigen interessanten Beispielen:

Eric Russell, 26, jobbte in Las Vegas ein paar Wochen lang für Voters Outreach of America, eine Organisation, die sich der Werbung neuer Wähler verschrieben hat. Dort will er jedoch Unerhörtes beobachtet haben: Zwei Kollegen hätten Dutzende von Wählerregistrierungen zerrissen und in den Müll geworfen. “Ich war Zeuge, wie sie den Wählern das Wahlrecht stahlen – und zwar spezifisch demokratischen Wählern”, behauptet Russell, der seine Freundin Ashlee als Augenzeugin aufführt. (…)

Russell, selbst ein eingetragener Republikaner, hat einen Stapel Registrierungskarten noch rechtzeitig vor dem Schredder gerettet und dem örtlichen Wahlamt übergeben. Das bestätigte, dass es sich in der Tat nur um demokratische Neuwähler handelte. Voters Outreach streitet alles ab. Misstrauisch stimmt aber auch, dass die Gruppe von Nathan Sproul gegründet wurde, einem ehemaligen Kommunalchef der Republikaner, dessen Consulting-Firma mit 614.000 Dollar von der Partei finanziert wurde. (…)

Beide Lager, Bush und Kerry, scheinen sich darauf einzustellen, dass auch diese Wahl von Gerichten entschieden wird. Laut Spiegel Online haben die Republikaner dafür die “größte juristische Operation” der Geschichte in Stellung gebracht. Sie werden schon wissen wieso !?

Übrigens – wie das Wählen mit elektronischen Wahlmaschinen in Floria vor sich gehen wird, illustriert dieser kleine Clip recht gut…Voting - powered by Diebold
(via ITW)

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