So macht Subventionen kürzen Spass !

September 23rd, 2004

Letzte Woche konnte man lesen, dass die Deutschen inzwischen im Schnitt etwa ein Viertel (Westen) bis ein Drittel (Osten) ihres Einkommens direkt vom Staat erhalten – in Form von Subventionen und Transferzahlungen. Dass hier echte Kürzungen “politisch nicht durchsetzbar” sind, scheint fast jeder irgendwie akzeptiert haben.

Aber warum eigentlich ?

Das Geld dafür fällt ja nicht vom Himmel, sondern wird vorher beim Bürger mittels Steuern und Abgaben eingesammelt. Kürzungen hier stoßen in aller Regel durchaus auf große Akzeptanz.

Warum also nicht einfach beides miteinander kombinieren: gleichzeitig Steuern UND Subventionen kürzen, um so die Staatsquote zu senken ?

Genau dies schlägt ein Konzept des Kieler Instituts für Weltwirtschaft vor, über das Spiegel Online gestern berichtete:

  • Über einen Zeitraum von 4 Jahren, ab 2005, sollen danach jedes Jahr 12,9 Milliarden Euro – insgesamt also etwa 52 Milliarden Euro – an Subventionen gestrichen werden.

  • Gleichzeitig sinken im Gegenzug schrittweise Eingangs- und Spitzensteuersatz.
(Gesamtkonzept als PDF)

Klingt nach einem guten Plan, allerdings wird nicht so richtig klar, was er für jeden Einzelnen genau bedeutet. Um dies zu ändern, gibt es seit gestern beim Manager-Magazin einen recht gut gemachten…
…Subventionsrechner !

Einfach das eigene Einkommen, Steuerklasse usw. eingeben und schon kann man genau sehen, wieviel einem das Streichen von Subventionen in die eigene Kasse spült !!

Plötzlich schaut das mit dem Sparen von Staatsausgaben doch gar nicht mehr so unsympathisch aus, oder ?

Tja, schade nur, dass dieser schöne Plan, wie so viele andere schöne Pläne auch, nie umgesetzt werden wird. Und das ganz sicher nicht, weil er beim Wähler nicht “politisch nicht durchsetzbar” wäre !

Subventionen sind, für denjenigen, der sie vergibt, ein bequemer Weg, die zu kontrollieren, die sie erhalten !

Und wer gibt schon gern freiwillig Kontrolle im Wert von 52 Milliarden Euro auf ?

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“… alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.” – Art. 20,2 GG

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